Bibliothek

In der Bibliothek finden Sie Informationen zur Nachrichtentechnik, zur Normung und Standardisierung zum Thema Lichtwellenleiter & Fiber Optik Übertragungstechnik.

  • ZTV (Telekom)
  • Lichtwellenleiter
  • Englische Abkürzungen

Die Telekom Deutschland AG stellt auf der eVergabe Webseite eine Reihe von Vergabe- und Vertragsbedingungen für Bauleistungen am Telekommunikationsnetz (TKNetz) zur Verfügung.

U.a. eine Übersicht der ZTV (zusätzliche technische Vertragsbedingungen) ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Rechtsverbindlichkeit. Sie dient ausschließlich zur allgemeinen Information.


ZTV-TKNetz 43, FTTH - Messvorschrift für GPON und Gf - Kabel

Die ZTV-TKNetz 43 ist gültig für die Mitarbeiter der Deutschen Telekom Technik GmbH und die von der Deutschen Telekom Technik GmbH beauftragten Arbeitnehmer, welche Prüfungen und Messungen an Glasfaserkabeln der Deutschen Telekom AG durchführen. In diesem Dokument werden die Anforderungen an die Kontrollmessung  und die erforderliche Dokumentation der OTDR Messergebnisse beschrieben.


ZTV-TKNetz 48, Montageanweisungen an Einmodenfaserkabeln und deren Abschlußeinrichtungen

Enthält alle technischen Vorgaben und Hinweise, die für Arbeiten am Glasfasernetz der Deutsche Telekom Technik GmbH einzuhalten sind. Die ZTV-TKNetze 48 ist gültig für Mitarbeiter der Deutsche Telekom Technik GmbH und die von der Deutsche Telekom Technik GmbH beauftragten Auftragnehmer (AN), welche Arbeiten am Glasfasernetz ausführen. Das Glasfasernetz der Telekom besteht aus Kabeln, Muffen und deren Abschluss- und Verteileinrichtungen.


ZTV-TKNetz 60, Arbeiten an Endstellennetzen

Die ZTV-TKNetz 60 FTTH gilt als Vertragsbestandteil für alle Auftragnehmer, die mit Leistungen im Rahmen des FTTH-Rollouts im Bereich der Telekom Technik beauftragt werden. Dieses Dokument gilt für die Ausführung von Arbeiten an der Netzebene 4 (Gebäudenetze) des Glasfaser-Netzes der Deutschen Telekom Gruppe, in und am Gebäude sowie für vorbereitende Arbeiten (z.B. Vorinstallation von Kabelführungssystemen). Es können auch Arbeiten erforderlich werden, die nach der ZTV-TKNetz 9E geregelt sind. In diesem Dokument werden die Leistungen, die erbracht werden sollen, beschrieben, ohne im Einzelnen auf die speziellen Bauweisen einzugehen (materialabhängige Beschreibungen, Systematik Beschriftungen, etc.). Diese speziellen Bauweisen werden dem AN im Detail im Rahmen der Einweisung  vor Baubeginn bekannt gegeben.


ZTV-TKNetz 9 S, Arbeiten in der Systemtechnik im Telekommunikationsnetz


ZTV-TKNetz 10, Tiefbauarbeiten für Gräben und Baugruben


ZTV-TKNetz 11, Erdverlegung von Kabel und Kabelrohr


ZTV-TKNetz 12, Bauen, Instandhalten und Abbrechen von Kabelkanälen


ZTV-TKNetz 13, Einbauen, Herstellen und Abbrechen von KSch und AzK


ZTV-TKNetz 14, Kabelschächte und Kabelkanäle in Blitzschutzbauweise


ZTV-TKNetz 15, Instandsetzen von Kabelschächten und Abzweigkästen


ZTV-TKNetz 20, Aufbauen von Außengehäusen


ZTV-TKNetz 21, Projektierung von TK-Anlagen


ZTV-TKNetz 22, Baubegleitung beim Errichten von TK-Anlagen


ZTV-TKNetz 23, Einmessen von TK-Anlagen


ZTV-TKNetz 24, Dokumentation von TK-Anlagen


ZTV-TKNetz 39, Lagerung von Kabeln und Kabelgarnituren in KSch und AzK


ZTV-ZTKNetz 40, Ein- und Ausziehen von Kabel und MR 4, Kalibrieren von Rohrzügen, Einblasen von GfK


ZTV-TKNetz 41, Montagearbeiten an unterirdisch geführten symmetrischen Ortsanschlußkabeln und deren Anschlußeinrichtungen


ZTV-TKNetz 42, Montagearbeiten an unterirdisch geführten symmetrischen Ortsanschlußkabeln und deren Anschlußeinrichtungen


ZTV-TKNetz 44, Arbeiten an Niederspannungsanlagen


ZTV-TKNetz 45, Kabelfehlerortung und Kontrollmessungen zur Abnahme mittels Gleichstrommessung im Cu Zugangsnetz


ZTV-TKNetz 47, Montagearbeiten an Breitbandkommunikationskabeln


ZTV-TKNetz 50, Arbeiten an oberirdischen Fernmeldelinien


ZTV-TKNetz 80 Stationäre Druckluftüberwachungsanlagen


ZTV-TKNetz 81 Stationäre Druckluftüberwachungsanlagen

A

Abschluß: (termination) Die Vorbereitung des Endes einer Faser / Lichtwellenleiter zu Erstellung einer Verbindung zu einer anderen Faser / Lichtwellenleiter, manchmal auch Konfektionierung genannt.

Absorption: Der Teil der Faser / Lichtwellenleiteroptischen Dämpfung, bei der optische Leistung in Wärme umgewandelt wird.

Ausgangskabel: (launch cable) Ein Anpassungskabel bekannter Qualität, welches, an eine optische Quelle angeschlossen, eine definierte Ausgangsleistung für Verlustmessungen liefert.

B

Bandbreite: (bandwidth) Der Bereich von Signalfrequenzen oder Bitraten innerhalb dessen ein LWL-Bauelement, eine LWL-Strecke oder -Netzwerk betrieben wird, gemessen in Hz, kHz, MHz und GHz. Je größer die Bandbreite, desto mehr Informationen können theoretisch in einer Zeiteinheit übertragen werden. Die maximale Bandbreitenausnutzung beträgt für binäre Signale 2 Bit pro Hertz Bandbreite.

Bandbreiten-Längen-Produkt: Das Produkt aus Bandbreite und Länge ist der entscheidende Parameter von Übertragungsmedien zur Bestimmung der Frequenz - und Längenrestriktionen. Generell kann dieser Wert für metallische und optische Übertragungsmedien ermittelt werden. In der Praxis wird das Bandbreiten-Längen-Produkt aber ausschließlich für Lichtwellenleiter angegeben, da diese für größere Entfernungen eingesetzt werden.

Begrenzter Lichtstrom: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3: EF (Encirled Flux) Anteil der kumulativen Nahfeldleistung zur gesamten Ausgangsleistung als Funktion des Radialabstands vom optischen Mittelpunkt des Kerns

Biegeverlust, Mikro- und Macrobiegung: (macro bending, microbending ) führen zu einem Austritt des Lichts aus dem Lichtwellenleiter, wenn die zulässigen Biegeradien des Lichtwellenleiters unterschritten werden.  

Brechzahl: (refractive index) Eine Eigenschaft von einem optischen Material in Bezug auf die Lichtgeschwindigkeit in diesem Material.

Backscatter: Rückgestreutes Signal z. B. bei der OTDR Messung.

C

c: Lichtgeschwindigkeit.

Chromatische Dispersion: (chromatic dispersion) Eine zeitliche Aufweitung eines Impulses in einer optischen Faser / Lichtwellenleiter, hervorgerufen durch die Wellenlängenabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit.

CoatingDas Coating (Primärbeschichtung) bildet eine mechanisch widerstandsfähige Schutzschicht für den Lichtwellenleiter. Das auf den Lichtwellenleiter aufgebrachte Coating hat unterschiedliche Farben. Damit können Lichtwellenleiter in einem Kabel unterschieden werden. Einen Zuordnung nach Nummern des Lichtwellenleiters ist damit möglich.

Cutoff-Wellenlänge: (cutoff wavelength) Die Wellenlänge, oberhalb derer auf einer MonomodeFaser / Lichtwellenleiter nur ein Mode ausbreiten kann.

CWDM :

D

Dämpfung: (attenuation) Die Verringerung der optischen Leistung entlang einer Faser / Lichtwellenleiter, ausgedrückt in Dezibel (dB). Siehe optische Verluste.

Dämpfungskoeffizient: (attenuation coefficient) Darstellung der Dämpfung auf einer optischen Faser / Lichtwellenleiter pro Längeneinheit, in dB/km.

dB(mm): Optische Leistung bezogen auf 1 Mikrowatt.

dBm: Optische Leistung bezogen auf 1 Milliwatt.

Dezibel: (decibel) (dB) Eine Meßgröße der optischen Leistung, welche die relative Leistung auf einer logarithmischen Skala darstellt. Oft auch dBr. genannt. dB=10×log (Leistungsverhältnis)

Dispersion: Eine zeitliche Aufweitung eines Impulses in einer optischen Faser / Lichtwellenleiter. Wird durch modale oder chromatische Effekte hervorgerufen.

 

E

EDFAErbium-doped fiber amplifier; ein optischer Verstärker für 1550 nm Monomode-Übertragungssysteme.

Einfügungsverlust: (insertion loss) Verluste, verursacht durch das Einfügen von Komponenten in eine optische Faser / Lichtwellenleiter wie Spleißstellen und Steckverbinder.

Eingeschwungene Modenverteilung: (steady state modal distribution): Siehe Equilibrium modal distribution (EMD).

Einmoden-Lichtwellenleiter: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3:: Lichtwellenleiter, bei welchem nur eine Wellenform (Modus) ausbreitungsfähig ist. Abk.: SMF

Equilibrium modal distribution (EMD): Eine eingeschwungene Modenverteilung in einer MultimodeFaser / Lichtwellenleiter, bei der sich die relative Leistung in den Moden mit größer werdender Entfernung stabilisiert hat.

F

Faser / Lichtwellenleitermonitor: (fiber identifier): Eine Einrichtung, welche auf eine Faser / Lichtwellenleiter aufgeklemmt wird und durch Biegen der Faser / Lichtwellenleiter Licht auskoppelt. Dadurch kann eine Faser / Lichtwellenleiter identifiziert und Datenverkehr erkannt werden.

Faser / Lichtwellenleiterspion: (fiber tracer, fiber pointer) Ein Instrument, welches sichtbares Licht in die Faser / Lichtwellenleiter zur Durchgangsprüfung und das Verfolgen korrekter Verbindungen einkoppelt. Typisch Rotlichtquelle

Faser / Lichtwellenleiterverstärker: (fiber amplifier) Ein optischer Verstärker, der Erbium oder anders dotierte Faser / Lichtwellenleitern und Pumplaser zur Erhöhung des Ausgangssignals ohne elektrische Wandlung verwendet.

Feldkalibrierungsschnur: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3: Bezugs-Prüfschnur bei Verwendung des Bezugs-Prüfverfahrens mit drei Prüfschnüren

Ferrule: Eine Präzisionsröhre, die die Faser / Lichtwellenleiter für Verbindungszwecke führt. Eine Ferule kann Teil eines Steckers oder eines mechanischen Spleißes sein.

Fiber optics: (engl. für Faser / Lichtwellenleiteroptik) Lichtübertragung durch flexible durchlässige Faser / Lichtwellenleitern für Kommunikations- oder Beleuchtungszwecke.

FO: Allgemeine Abkürzung für "fiber optic."

Fresnel Reflexion, Rückreflexion, optischer Rückverlust: (Fresnel reflection, back reflection, optical return loss) Rückreflektiertes Licht von einem gebrochenen oder polierten Faser / Lichtwellenleiterende, hervorgerufen durch den Unterschied in den Brechzahlen von Luft und Glas. Typisch sind 4% des einfallenden Lichtes.

Fusions-Spleißgerät: (fusion splicer) Ein Instrument, welches Faser / Lichtwellenleitern durch Verschweißen über einen Lichtbogen spleißt.

G

GfAbkürzung für GlasFaser / Lichtwellenleiter (Lichtwellenleiter)

Gf-Kabel: GlasFaser / Lichtwellenleiterkabel (auch Lichtwellenleiterkabel)

GlasFaser / Lichtwellenleiter: (fiber glass) Übertragungsmedium für die Datenkommunikation. GlasFaser / Lichtwellenleiter zeichnen sich durch hohe Bandbreite , geringe Dämpfung und relativ gute Resistenz gegen passive und aktive Angriffe aus. Darunter fallen insbesondere die Resistenz gegen elektromagnetische Störeinflüsse (Störfelder von Maschinen, Schaltern, Blitz, Sendern usw.) und Lichteinflüsse.

GradientenFaser / Lichtwellenleiter: (graded index fiber) (GI) Eine typische MultimodeFaser / Lichtwellenleiter, welche ein Gradientenprofil für die Brechzahl im Kernmaterial zur Korrektur der Dispersion verwendet.

H

Hybridkabel: (hybrid cable) Ein Kabel, welches gemischte Elemente - Kupfer- oder optische Faser / Lichtwellenleitern enthält.

I

Indexanpassungsflüssigkeit: (index matching fluid) Eine Flüssigkeit mit einer ähnlichen Brechzahl wie Glas zur Anpassung des Materials an den Faser / Lichtwellenleiterenden zur Verringerung von Verlusten und Rückreflexionen.

Indexprofile: Die Brechzahl einer Faser / Lichtwellenleiter über den Querschnitt der Faser / Lichtwellenleiter.

Installationsstrecke : Typ. Die Lichtwellenleiter Kabelanlage, fest installiert.

IOR : (Indes of Refraction), Brechungsindex des Lichtwellenleiters

J

JJ.

K

Kabel: (cable) Eine oder mehrere Faser / Lichtwellenleitern, umschlossen von einem Schutzmantel und Zugentlastungselementen.

Kanal: (channel) Übertragungspfad, der DTE und DCE einschließlich Geräteverteilung und Leitungen miteinander verbindet.

Mehrmoden-Lichtwellenleiter: Lichtwellenleiter, bei welchem mehrere Wellenformen (Moden) ausbreitungsfähig sind

Kern: (core) Das Zentrum einer optischen Faser / Lichtwellenleiter, durch welches Licht übertragen wird.

Kippwinkel: Bei mechanisch nicht präzise angepaßten LWL-Steckern kann es zum "Wackeln" und damit zum Kippen des Steckers kommen, wodurch zwar die Kommunikation nicht unterbrochen wird, wohl aber, bei auch nur geringfügigem Kippen von einigen Winkelgraden, eine Dämpfung von bis zu einem halben Dezibel auftreten kann.

Koppler: (coupler) Eine optische Einrichtung, die Licht aus mehr als einer Faser / Lichtwellenleiter aufteilen oder vereinigen kann.

Kupplung: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3:: Element, das eine Verbindung zwischen konfektionierten Lichtwellenleiterkabeln ermöglicht

L

Leistungsbudget: (power budget) Die Differenz (in dB) zwischen der abgestrahlten optischen Leistung (in dBm) und der Empfängerempfindlichkeit (in dBm).

Licht: (light) Normalerweise wird als Licht nur das dem menschlichen Auge sichtbare Licht bezeichnet (optisches Fenster). Aber auch nichtsichtbare Frequenzen, wie die Infrarotstrahlung werden allgemein als Licht bezeichnet. Für die LWL-Übertragungstechnik auf GlasFaser / Lichtwellenleiter nutzt man drei spezielle Frequenzbereiche bei 850 nm, 1300 nm und 1550 nm. Diese Wellenlängen liegen außerhalb des sichtbaren Bereiches und werden mit Fenster bezeichnet.

Lichtwellenleiter: Nachrichtenübertragungsmedien zur Übertragung optischer Signale, vorzugsweise im Bereich des infraroten Lichts, die entweder aus hochreinem Quarzglas oder aus Kunststoff (Plastikleiter) hergestellt werden; installationstechnisches Fertigprodukt als LWL-Kabel bezeichnet.

LWL: Lichtwellenleiter

LWL-Stecker: (fiber optic connection) Ein Steckverbinder ist eine lösbare Verbindung von zwei Faser / Lichtwellenleitern. Die Dämpfung der Lichtwellenleiterverbindung steigt mit dem axialen Versatz, dem Abstand und dem Kippwinkel zwischen den zwei Faser / Lichtwellenleitern rapide an.

M

Mantel: (cladding) Optische Schicht über den Kern einer Faser / Lichtwellenleiter mit einer niedrigeren Brechzahl, hält das Licht im Kern der Faser / Lichtwellenleiter.

Mechanischer Spleiß: (mechanical splice) Eine semi-permanente Verbindung zwischen zwei Faser / Lichtwellenleitern durch eine Justiervorrichtung und einer Brechzahlanpassungspaste oder -flüssigkeit.

Meßsystem für optische Verluste: (optical loss test set) (OLTS) Ein Meßgerät für optische Verluste. Beinhaltet Meßeinrichtung und Quelle.

Micron (mm): Eine Maßgröße, 10-6 m, zum Messen der Wellenlänge des Lichtes.

Mikroskop, optische Überprüfung: (microscope, fiber optic inspection) Ein Mikroskop zur Überprüfung der Faser / Lichtwellenleiterstirnflächen auf Beschädigungen oder Verschmutzung, sowie der Qualität eines Faser / Lichtwellenleiterbruches.

Mittlere Leistung: (average power) Der Mittelwert eines modulierten Signals über der Zeit.

Modendispersion: (modal dispersion) : Eine zeitliche Aufweitung eines Impulses in einer optischen Faser / Lichtwellenleiter. Wird durch modale Effekte hervorgerufen.

Modenfelddurchmesser: (mode field diameter) Ein Maß für die Kerngröße in einer MonomodeFaser / Lichtwellenleiter.

Modenfilter: (mode filter) Eine Einrichtung zur Eliminierung von Moden höherer Ordnung in einer Faser / Lichtwellenleiter.

Modenmischer: (mode scrambler) Eine Einrichtung zum Mischen der optischen Leistung in einer Faser / Lichtwellenleiter zur Erzielung einer gleichmäßigen Leistungsverteilung in allen Moden.

Mode-Stripper: Eine Vorrichtung, welche alle Strahlung im Mantel einer optischen Faser / Lichtwellenleiter entfernt.

MonomodeFaser / Lichtwellenleiter: (singlemode fiber) Eine Faser / Lichtwellenleiter mit einem kleinen Kern, ein kleines Vielfaches der übertragenen Wellenlänge. Nur ein Mode wird übertragen. Hauptsächlich in Verbindung mit Lasern für Hochgeschwindigkeitsübertragung und große Entfernungen eingesetzt.

MultimodeFaser / Lichtwellenleiter: (multimode fiber) Eine Faser / Lichtwellenleiter, bei der der Kerndurchmesser viel größer als die Wellenlänge des zu übertragenden Lichtes ist. Dadurch werden viele Moden übertragen. Sie werden in erster Linie in Verbindung mit LEDs für niedrige Geschwindigkeiten und kurze Entfernungen eingesetzt.

N

Nanometer (nm):  Eine Maßeinheit, 10-9 m, verwendet zur Messung der Wellenlänge des Lichtes.

Numerische Apertur: (numerical aperture) (NA); ein Maß für den Akzeptanzwinkel für Licht in einer Faser / Lichtwellenleiter.

O

OM3: GI 50/125µm Multimode Faser / Lichtwellenleiter (Lichtwellenleiter) mit einem Barndbreite x Länge Produkt von 2000MHz x  km. Optimiert für VCSEL Anwendungen bei 850nm.

OM4: GI 50/125µm Multimode Faser / Lichtwellenleiter (Lichtwellenleiter) mit einem Barndbreite x Länge Produkt von 3500MHz x  km.  Optimiert für VCSEL Anwendungen bei 850nm.

Optische Faser / Lichtwellenleiter: (optical fiber) Ein optischer Wellenleiter (Lichtwellenleiter), welcher einen lichtführenden Kern und einen Mantel zur Führung des Lichtes enthält.

Optische Leistung: (optical power) Die Größe der Strahlungsenergie pro Zeiteinheit, ausgedrückt in linearen Einheiten (Watt) oder auf einer logarithmischen Skala in dBm (wobei 0 dBm = 1 mW) oder dBµ (wobei 0 dBµ = 1 µW).

Optischer Rückverlust, Rückreflexion: (optical return loss, back reflection) Rückreflektiertes Licht von einem gebrochenen oder polierten Faser / Lichtwellenleiterende, hervorgerufen durch den Unterschied in den Brechzahlen von Luft und Glas. Typisch sind 4% des einfallenden Lichtes, ausgedrückt in dB der einfallenden relativen Leistung.

Optisches Fenster: Für die LWL-Übertragungstechnik auf der Basis von Quarzglas -Lichtwellenleitern nutzt man Wellenlängenbereiche, die sich durch geringe Materialdämpfung auszeichnen. Bei Lichtwellenleitern bilden sich durch Streuung und Absorption Wellenlängenbereiche aus, in denen die Dämpfung geringer ist als in anderen Bereichen. Diese Bereiche nennt man optische Fenster und nutzt sie zur Übertragung für die verschiedenen Moden. Die optischen Fenster liegen bei 850 nm, 1300 nm und 1550 nm.

Optisches Rückstreumeßgerät: (optical time domain reflectometer) (OTDR) Ein Meßgerät, welches rückgestreutes Licht zur Fehlerfindung in optischen Faser / Lichtwellenleitern und zur ortsaufgelösten Dämpfungsmessung dient.

OTDR: (optical time domain reflectometer), Optisches Rückstreumeßgerät

P

Pigtail: Ein kurzes Stück Faser / Lichtwellenleiter / Lichtwellenleiter, angeschlossen an ein optisches Bauelement, z.B. einem Laser oder einem Koppler.

Plastic-clad silica (PCS) Faser / Lichtwellenleiter: Eine Faser / Lichtwellenleiter bestehend aus einem Glaskern und einem Kunststoffmantel.

PlastikFaser / Lichtwellenleiter: (plastic optical fiber) (POF) Eine optische Faser / Lichtwellenleiter aus Kunststoff.

PMD: (polarisation mode dispersion) Polarisationsmodendispersion wird der Effekt bezeichnet, bei dem sich Licht unterschiedlicher Polarisation verschieden schnell in einem Lichtwellenleiter ausbreitet. Üblicherweise wird der entstehende Laufzeitunterschied (differentielle Gruppenlaufzeit) in Pikosekunden gemessen. Für WAN Netze ist die Polarisationsmodendispersion mit ein Faktor, der die maximale Bandbreite der Datenübertragung begrenzt.

Powermeter, optisch: Ein Meßgerät zur Messung der optischen Leistung, abgestrahlt am Ende einer  Faser / Lichtwellenleiter.

Prüfschnur: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3: konfektioniertes Kabel, das entweder zur Verbindung von Prüfgeräten an die zu prüfende Verkabelung oder als Teil einer Prüf-Bezugsmessung verwendet wird

PVCPolyvinylchlorid. Mantelmaterial des Kabels das den Lichtwellenleiter zum Schutz umhüllt. Nicht halogenfrei und daher problematisch im Brandfall

Q

Quelle: (source) Eine Laserdiode oder eine LED für die Einkoppelung von optischen Signalen in eine Faser / Lichtwellenleiter.

R

Referenzsteckverbinder: Definition in DIN ISO/IEC 14763-3:: Steckverbinder mit engeren Toleranzen oder selektierter Steckverbinder, der für Messzwecke verwendet wird

Return loss : Rückflußdämpfung. Z. B. messbar bei der Kopplung zweier Lichtwellenleiter durch Steckverbinder

Rückreflexion, optische Rückverlust: (back reflection, optical return loss) Rückreflektiertes Licht von einem gebrochenen oder polierten Faser / Lichtwellenleiterende, hervorgerufen durch den Unterschied in den Brechzahlen von Luft und Glas. Typisch sind 4% des einfallenden Lichtes, ausgedrückt in dB der einfallenden relativen Leistung.

Rückstreuung: (back scattering) Von Rückstreuung spricht man bei der Übertragung in Lichtwellenleitern. Ein geringer Bruchteil des Lichtes, das durch Streuung aus seiner Richtung abgelenkt wurde, gelangt in rückwärtige Richtung. Es läuft also im LWL zum Sender zurück. Das Maß für die Rückstreuung ist die Rückstreudämpfung, der Logarithmus von dem Verhältnis eingestrahlter zu reflektierter Energie. Die Rückstreudämpfung ist ein wichtiges Gütekriterium für LWL-Stecker und Spleiße .

S

Schutzmantel: (jacket) Äußere Schutzummantelung eines Kabels, um die Lichtwellenleiter vor Umgebungseinflüssen zu schützen.

Singlemode Fiber: Einmoden Lichtwellenleiter

Spleiß (Fusion oder mechanisch): (splice) (fusion or mechanical) Eine Einrichtung für die permanente Verbindung zweier Faser / Lichtwellenleitern.

Spleißschutz: (splice protection): Schützt den Lichtwellenleiter / Faser im Bereich des Spleißes. Um den Lichtwellenleiter spleißen zu können, wird das Coating im Bereich des Spleißes abgesetzt. Dieser ungeschützte Bereich des Lichtwellenleiters wird entweder durch einen Crimp-Spleißschutz oder Schrumpfspleißschutz nach dem Spleißen wieder geschützt.

Stecker: (connector) Eine Einheit, die eine lösbare Verbindung zwischen zwei Faser / Lichtwellenleitern oder von einer Faser / Lichtwellenleiter zu aktiven Komponenten ermöglicht und die Faser / Lichtwellenleiter schützt.

Streuung: (scattering) Die Änderung der Richtung des Lichtes nach dem Auftreffen auf kleine Partikel. Dies führt zu Verlusten in der optischen Faser / Lichtwellenleiter.

StufenindexFaser / Lichtwellenleiter: (step index fiber) Eine MultimodeFaser / Lichtwellenleiter, in der die Brechzahl im Kern überall gleich ist.

T

Testgerät: (test kit) Eine Anzahl von optischen Meßgeräten - Powermeter, Quelle und Zubehör -  für die Verlust- und Leistungsmessung.

Testkabel: (test cable) : Ein kurzes einadriges Anpassungskabel mit Steckverbindern an beiden Enden für Testzwecke. Das Kabel muß aus einer Faser / Lichtwellenleiter und Steckverbindern bestehen, die auf die zu messende Faser / Lichtwellenleiter abgestimmt sind.

Testquelle: (test source) Eine Laserdiode oder LED für die Einkopplung von optischen Signalen in eine Faser / Lichtwellenleiter für die Überprüfung auf Verluste in optischen Faser / Lichtwellenleitern oder anderen Komponenten.

Teilungsverhältnis: (splitting ratio) Die Leistungsverteilung auf die optischen AusgangsFaser / Lichtwellenleitern in einem Koppler.

Totale interne Reflexion: (total internal reflection) Totale Reflexion des Lichtes an der Grenzschicht zwischen Kern und Mantel einer optischen Faser / Lichtwellenleiter.

U

Überflutete Einkopplung: (overfilled launch) Ein Zustand für die Einkopplung des Lichtes in eine Faser / Lichtwellenleiter, wobei das eingekoppelte Licht einen größeren Punktdurchmesser und eine größere NA hat als die aufnehmende Faser / Lichtwellenleiter. Dadurch werden alle Moden in der Faser / Lichtwellenleiter gefüllt.

Überschuß: (margin) Der Unterschied (in dB) zwischen dem Leistungsbudget und dem Verlustbudget. Zusätzliche Verluste, die von einer Übertragungsstrecke toleriert werden können.

Übertragungsstrecke: Eine Übertragungsstrecke ist eine bestimmte Anordnung von festinstallierter Verkabelung und Schnüren(Rangierpaare, Rangierschnüre und Geräteverbindungsschnüre), an die Übertragungseinrichtungen und Endeinrichtungen angeschlossen sind.

V

Verkabelungsstrecken: Eine Übertragungsstrecke enthält eine oder mehrere Verkabelungsstrecken, die mit Rangierpaaren und (oder) Schnüren verbunden sind.

Verlust, optisch: (loss, optical) Die Menge an verlorengegangener optischer Leistung durch Faser / Lichtwellenleiter, Spleißverbindungen, Koppler, usw..

Verlustbudget: (loss budget) Die Leistungsverluste in einer Übertragungsstrecke. Wird auch oft als Begriff verwendet, der die tolerierbaren Verluste in einer Übertragungsstrecke beschreibt.

Vorform: (preform) Ein Glasstab großen Durchmessers, aus dem eine Faser / Lichtwellenleiter gezogen wird.

VorlaufFaser / Lichtwellenleiter: Wird zwischen OTDR und ersten zu messenden Lichtwellenleiter-Steckverbinder eingesetzt, um die Messung der Einfüge- und Relexionsdämpfung des Steckverbinders außerhalb der Totzone des OTDRs zu ermöglichen

W

Wellenlänge: (wavelength) Eine Maßgröße der Farbe des Lichtes, ausgedrückt in Nanometer (nm) oder Micron (µm).

Abkürzungen Nachrichtentechnik Englisch
AN =  Access Node 
APC =  angled physical contact
ATM =  Asynchronous Transfer Mode 
BER = Bit Error Rate
B-PON =  Broadband PON
CDM =  Code Division Multiplexing
CO =  Central Office
COT =  Central Office Terminal
CPE =  Customer Premises Equipment
CSA =  Carrier Serving Area
CTS =  Common Technical Specification
DBA =  Dynamic Bandwidth Assignment
DP-QPSK = Dual-polarization quadrature phase shift keying 
DSL =  Digital Subscriber Line
DSLAM =  Digital Subscriber Line Access Multiplexer
DWDM =  Dense Wavelength Division Multiplexing
EF = encircled flux
EFM =  Ethernet in the First Mile (IEEE 802.3ah)
EMI =  Electromagnetic Interference
EMS =  Element Management System
EOC =  Embedded Operations Channel
E-PON =  Ethernet PON
FDF =  Fiber Distribution Frame
FDH =  Fiber Distribution Hub
FDI =  Feeder-Distribution Interface
FEC =  Forward Error Correction
FER = Frame Error Rate
FITL =  Fiber In The Loop
FOT =  Fiber Optic Terminal
FSAN =  Full Service Access Network
FTTB =  Fiber-to-the-Business
FTTC =  Fiber-to-the-Curb
FTTCab =  Fiber-to-the-Cabinet
FTTH =  Fiber-to-the-Home
FTTN =  Fiber-to-the-Node (or Neighborhood)
FTTP =  Fiber-to-the-Premises (includes FTTH and FTTB)
GEM =  G-PON Encapsulation Mode
GE-PON =  a commercialized E-PON
GFP =  Generic Framing Procedure
G-PON =  Giga-bit PON (G.984.x series)
HCS = Hard clad silica fiber
ILEC =  Incumbent Local Exchange Carrier
IOR = index of refraction
LAN = Local Area Networks
LMD = launched modal distribution
LSA = least squares average
LSPM =  light source and power meter
LU =  Living Unit
MAC =  Media Access Control
MAN = Metropolitian Area Networks
MDF =  Main Distribution Frame
MMF = multimode optical fibre
MOCA =  Multimedia Over Coax
NID =  Network Interface Device 
NT =  Network Termination
OAM =  Operations, Administration and Maintenance
ODN =  Optical Distribution Network
OLT =  Optical Line Termination
OMCC =  ONT Management and Control Channel
OMCI =  ONT Management and Control Interface
ONT =  Optical Network Termination
ONU =  Optical Network Unit
OOK = On-Off-Keying
OSP =  Outside Plant
OSS =  Operations Support System
OTDR =  optical time domain reflectometer
P2MP =  Point to Multi-Point 
P2P =  Point to Point 
PCS = Plastic clad silica fiber
PFOC =  Passive Fiber Optic Component 
PLOAM =  Physical Layer Operations, Administration, and Maintenance 
PMD =  Polarization Mode Dispersion
POF = Polymer optical fibre
PON =  Passive Optical Network
POTS =  Plain Old Telephone Service
PSK = Phase-shift keying
QoS =  Quality of Service
QPSK = Quadrature phase-shift keying
RX =  Receiver
SAC =  Serving Area Concept
SAI =  Serving Area Interface
SAN = Storage Area Networks
SDH = Synchronous Digital Hierarchy
SMF = singlemode optical fibre
SONET =  Synchronous Optical Network
STB =  Set-Top Box
TA =  Terminal Adapter
TDM =  Time Division Multiplexing
TDMA =  Time Division Multiple Access
TE =  Terminal Equipment
TX =  Transmitter
TXR =  Transceiver (Transmitter and Receiver) 
VF =  Voice Frequency
VoIP =  Voice over IP
WAN = Wide Area Networks
WDM =  Wavelength Division Multiplexing

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